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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

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Teure Wissenschaft – Die Millionen-Dollar-Probleme der Mathematik

Am Donnerstag, dem 16. April 2015, findet im Rahmen des Paderborner Weierstraß-Jahres um 18 Uhr im Hörsaal G der Universität Paderborn der erste Teil der Vortragsreihe zum Thema "Die Millionen-Dollar-Probleme der Mathematik" statt.

Karl Weierstraß (1815-1897) zählt zu den bedeutendsten Mathematikern des 19. Jahrhundert und gilt als Begründer der modernen Analysis. Sein Abitur erwarb er 1834 am Gymnasium Theodorianum in Paderborn als "primus omnium". Aus Anlass seines 200. Geburtstages am 31.10.2015 hat die Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik der Universität Paderborn das Jahr 2015 zum "Paderborner Weierstraß-Jahr" erklärt.

Zu den Aktivitäten des Paderborner Weierstraß-Jahres zählt eine Vortragsreihe über die Millionen-Dollar-Probleme der Mathematik. Es handelt sich dabei um die sieben wichtigsten ungelösten Probleme in der Mathematik. Für die Lösung der Probleme hat das Clay Mathematics Institute (CMI) im Jahr 2000 jeweils ein Preisgeld von einer Millionen US-Dollar ausgelobt. Die Universität behandelt diese Probleme in einer dreiteiligen Vortragsreihe.

Im ersten Teil dieser Vortragsreihe geht es zum einen um die "Poincaré-Vermutung". Sie besagt, dass sich die Kugeloberfläche unter den Oberflächen von Körpern endlicher Ausdehnung bis auf stetige Verformungen dadurch charakterisieren, dass man auf ihr jede Schleife auf einen Punkt zusammenziehen kann. Im Jahr 1904 stellte Henri Poincaré die Vermutung auf, dass auch das dreidimensionale Analogon dieser Aussage richtig ist. Die Vermutung wurde 2002 von Grigori Perelman bewiesen.
Im Anschluss an diesen Vortrag von Professor Dr. Joachim Hilgert stellt zum anderen Professor Dr. Torsten Wedhorn die "Hodge-Vermutung" vor. Im 20. Jahrhundert entdeckten Mathematiker leistungsfähige Methoden, komplizierte geometrische Objekte zu studieren, indem sie diese durch einfache "Bausteine" annähern. Die Hodge-Vermutung sagt aus, dass für eine besonders wichtige Klasse geometrischer Objekte man Bausteine nehmen kann, die schon selbst wesentliche Aspekte der geometrischen Struktur in sich tragen. Ein Beweis dieser Vermutung wäre ein Meilenstein für das Verständnis geometrischer Objekte.

Die Vortragsreihe richtet sich an interessierte Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende und wird am 11. Juni und am 22. Oktober 2015 mit Vorträgen über die verbleibenden fünf der sieben Probleme fortgeführt. Für weitere Informationen besuchen Sie weierstrass-jahr.upb.de

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