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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

| Presseinformation Westfalen Weser Energie Universität Paderborn, LEA

Sören Hanke und Daniel Weber für herausragende Abschlussarbeiten geehrt: Westfalen Weser Energie verleiht Energy Award 2016 für Spitzenleistungen von Jungakademikern aus der Region

Wissenschaftliche Spitzenleistungen von Nachwuchskräften sollen sich lohnen: Der kommunale Energiedienstleister Westfalen Weser Energie hat am 16.11.16 in Paderborn herausragende Abschluss- und Projektarbeiten im Bereich Energieeffizienz/Erneuerbare Energie mit dem Energy Award 2016 ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden vier männliche und zwei weibliche Nachwuchswissenschaftler für ihre Leistungen mit Preisgeldern belohnt. Die Preisträger kommen von der Universität Paderborn, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Höxter, der FH Bielefeld und der Leibniz Universität Hannover / ISFH Hameln-Emmerthal. Bereits zum 16. Mal fördert das regionale Energiedienstleistungsunternehmen damit den wissenschaftlichen Nachwuchs in Ostwestfalen - Lippe und dem Weserbergland.

Die Paderborner Preisträger vom Fachgebiet Leistungselektronik und Elektrische Antriebstechnik, welche mittlerweile als wissenschaftliche Mitarbeiter am selben Fachgebiet angestellt sind, wurden für ihre herausragenden Masterarbeiten prämiert. Diese konnten sich mit folgenden Themen gegenüber der Konkurrenz durchsetzen:

Sören Hanke befasste sich mit der Entwicklung und Untersuchung eines Managements zur Verlustminimierung in elektrischen Antriebssystemen. Dies umfasste zunächst die Modellierung der verschiedenartigen Verluste innerhalb des Systems. Durch geeignete mathematische Algorithmen wurde sodann die Umrichter-Ansteuerung hinsichtlich verschiedener Ziele systematisch optimiert. Eine Minimierung bestimmter Verlustanteile oder die Maximierung des Wirkungsgrades in einem bestimmten Betriebspunkt des Antriebssystems stellen hierbei mögliche Ziele dar. Auf diese Weise konnten, im Vergleich zu einer Standardmodulation, die Umrichterverluste bis zu 22 % reduziert werden. Neben der Erhöhung der Effizienz sind auch Steigerungen der Verfügbarkeit und der Lebensdauer über entsprechende Zielfunktionen möglich.

Daniel Weber hat sich in seiner Masterarbeit im Rahmen eines Projektes zum industriellen Microgrid (= betriebsinternes „Kleinkraftwerk“) mit der Vorhersage von Leistungsspitzen und Energieüberschüssen in solchen Microgrids mit Hilfe von künstlichen neuronalen Netzen beschäftigt. Ziel war eine Effizienzsteigerung und gleichzeitige Kostensenkung. Neuronale Netze sind in der Biologie über Synapsen verbundene Nervenzellen beispielsweise im Gehirn oder im Nervensystem. Künstliche Neuronale Netze sind informationstechnische Modelle und können so programmiert werden, dass sie die bereits genannten Leistungsspitzen in Industrieanlagen vorhersagen und somit den Betrieb der lokalen Energieerzeugungs- und Speicherungsanlagen mit dem Ziel maximaler Effizienz anpassen können. Somit kann zu Zeiten hohen Energiebedarfs die in den Energiespeichern (z.B. Batterien) vorhandene Energie genutzt werden, um das Stromnetz zu entlasten.

The University for the Information Society