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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

| Ricarda Michels

Strom zu Wärme: Kompetenzzentrum für nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität entwickelt mit drei Partnern Modellprojekt – Einsatz erneuerbarer Energien verbessern

Dank eines Energiedisplays auf dem Campus der Universität Paderborn kann ab sofort auf einen Blick erfasst werden, wie viel erneuerbare Energie im Kreis Paderborn täglich erzeugt wird. Das neue Energiedisplay befindet sich am westlichen Eingang des Gebäudes E, nahe dem Dr. Rose Weg.

Mit der Installation des Displays wurde der Startschuss für das Modellprojekt „Power to heat OWL“ – Strom zu Wärme, gegeben. Das Kompetenzzentrum für nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität Paderborn, die WestfalenWIND Strom GmbH, Lichtenau, der Netzbetreiber Westfalen Weser Netz GmbH, Paderborn, sowie Energie Impuls OWL, Bielefeld, haben sich zusammengetan, um gemeinsam die Frage zu beantworten, wie viel Prozent dieser Energie sinnvoll verwertet werden kann. Über zwei Jahre wird das Projekt zusammen mit zehn Haushalten aus dem Kreis Paderborn getestet. 

"Schon jetzt wird sehr viel erneuerbare Energie in Form von Wind- und Sonnenenergie erzeugt, doch diese muss richtig genutzt werden“, so Andreas Speith, Geschäftsführer Westfalen Weser Netz. Der Anteil erneuerbarer Energien in Paderborn betrage derzeit bereits 70%, ein großer Teil bleibe bisher jedoch ungenutzt, da oft mehr Strom produziert als gleichzeitig verbraucht werde. 

Um diese Energieüberschüsse, aber auch -engpässe zu vermeiden, soll der Verbrauch künftig besser an die Energieerzeugung angepasst werden. Durch Vernetzung mit Speichern oder flexiblen Energieverbrauchern sei dann eine Anpassung an den schwankenden Bedarf an Energie möglich. Als Speichermöglichkeiten sollen beispielsweise Nachtspeicherheizungen, elektrische Warmwasser-Bereiter und Wärmepumpen genutzt werden. „So soll eine Optimierung der Wärmeübertragung erreicht werden“, erklärt Prof. Dr. Eugeny Kenig, Vorstandsvorsitzender des KET. 

Zusätzlich sollen intelligente Haushaltsgeräte künftig flexibel auf einen Energieüberschuss reagieren: die Geräte würden sich dann, wenn der Strompreis besonders günstig ist, selbstständig einschalten. Dazu fordern die Beteiligten eine Dynamisierung der Strompreisbestandteile. 

Durch das Forschungsprojekt soll künftig eine möglichst umfassende Optimierung beim Energieverbrauch erreicht werden.

Die Universität der Informationsgesellschaft