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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

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Glasfasern aus der Optoelektronik in der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Foto: Universität Paderborn

| Isabel Stroschein

Bis an die Grenzen des technisch Machbaren

Nach seiner Bleibezusage wird Prof. Dr.-Ing. Christoph Scheytt (Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik und Heinz Nixdorf Institut) gemeinsam mit der Fachgruppe Schaltungstechnik auch in Zukunft seine Forschung auf den Entwurf und die Realisierung von Hochleistungsmikrochips ausrichten.

Als Forschungsstandpunkt entschied er sich bewusst für die Universität Paderborn und gegen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), von welchem er im vergangenen Jahr einen Ruf auf die W3-Professur "Integrierte Hochgeschwindigkeitsschaltung" erhielt. "An der Universität Paderborn gefallen mir die Möglichkeiten im HNI, die starke Ausrichtung im Bereich Mikroelektronik und Photonik (u.a. CeOPP) und die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit dem Präsidium sowohl bei der Berufung als auch bei den Bleibeverhandlungen."

Seine Forschungsschwerpunkte setzt Prof. Scheytt auf Mikrochips für Kommunikationsnetzwerke und Messtechnik. Dies umfasst die Entwicklung von digitalen, analogen und Hochfrequenz-Chips. Er sagt: "Ich möchte den Studierenden die Faszination der Mikroelektronik und des Entwurfs integrierter Schaltungen nahebringen." Sein Forschungsfokus wird künftig auf Mikrochips liegen, die mit höchsten Frequenzen und Datenraten sowie niedrigsten Verlustleistungen an den Grenzen des technisch Machbaren arbeiten. Deren Entwurf und Realisierung ist besonders im Bereich der Siliziumphotonik interessant. Dabei handelt es sich um Schaltungen, die optische und elektronische Signale auf dem gleichen Mikrochip verarbeiten können und Höchstfrequenzschaltungen bis über 100 GHz ermöglichen. Auf dem Gebiet integrierter Siliziumphotonik-Systeme streben Professor Scheytt und die Fachgruppe Schaltungstechnik zudem ein größeres Verbundvorhaben an.

Derzeit ist Christoph Scheytt Partner der BMBF-Projekte SPEED (Silicon Photonics Enabling Exascale Data Center) und EFFEKTIV ("Effiziente Fehlersimulation mit virtuellen Prototypen zur Qualifikation intelligenter Motion-Control-Systeme in der Industrieautomatisierung") sowie des ZIM-Projekts "Hochminiaturisierter Radarsensor für Autonome Fluggeräte" und des EFRE.NRW-Projekt "Cute Machining" (Cutting Edge Machining Intelligence Cloud). Er ist außerdem Sprecher des DFG-Projekts Real100G.com.

Professor Christoph Scheytt ist seit März 2012 Leiter der Fachgruppe "Schaltungstechnik" am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Fünfeinhalb Jahre studierte Christoph Scheytt Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach erfolgreichem Studienabschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Integrierte Schaltungen in Bochum. Vier Jahre später promoviert er mit Auszeichnung zum Dr.-Ing. Zur gleichen Zeit gründete er gemeinsam mit Kollegen aus der Universität die "advICo microelectronics GmbH" mit Sitz in Recklinghausen. Als Geschäftsführer leitete Prof. Scheytt bis 2006 das IC-Designhaus - ein inzwischen international tätiges Unternehmen. advICo entwickelt kundenspezifische Integrierte Schaltungen (ICs), etwa für drahtlose Netzwerke oder für die Glasfaserkommunikation. Im Anschluss ging er nach Frankfurt und leitet dort die Abteilung "Circuit Design" am Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik. Sechs Jahre blieb er in der Stadt an der Oder, dann zog er nach Paderborn, wo er seitdem die Fachgruppe "Schaltungstechnik" am Heinz Nixdorf Institut leitet.

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