Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

copyright Bildinformationen anzeigen

copyright

Was ist Mentoring?

Der Begriff Mentoring geht auf eine Figur der griechischen Mythologie zurück: Bevor Odysseus in den Trojanischen Krieg zog, vertraute er die Erziehung und Lehre seines Sohnes Telemachos einem weisen Mann mit Namen Mentor an. Häufig war es allerdings eine Frau, die Göttin Pallas Athene, die Telemachos in Gestalt des Mentors unterrichtete und mit Ratschlägen zur Seite stand.

In Anlehnung an den Begriffsursprung bezeichnet Mentoring heute eine vertrauensvolle sowie persönliche Förderbeziehung zwischen einer erfahreneren Person (Mentor oder Mentorin) und einer zumeist jüngeren Nachwuchskraft (Mentee). MentorInnen beraten und unterstützen die Mentees in einem geschützten und hierarchiefreien Raum in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Sie vermitteln wichtiges Handlungswissen über Anforderungen, Strukturen und Prozesse in der Wissenschaft, erläutern ungeschriebene „Spielregeln“ und erleichtern den Zugang zu karriererelevanten Netzwerken.

Mentoring kann in drei Formen stattfinden: One-to-one-Mentoring (eine Mentorin und eine Mentee bilden ein Tandem), Peer-Mentoring (Beratung und Begleitung innerhalb der Mentee-Gruppe) sowie Gruppen-Mentoring (mehrere Mentees arbeiten mit einer Mentorin zusammen). 

Merkmale von Mentoring
  • Mentoring findet außerhalb abhängiger Beziehungen statt.
  • Die Dauer einer Mentoring-Beziehung ist zeitlich begrenzt. Innerhalb dieses Zeitraums findet ein regel-mäßiger Kontakt statt.
  • Mentoring ist altersunabhängig, auch wenn die MentorInnen in der Regel älter sind als ihre Mentees.
  • Mentoring ist ein wechselseitiger Prozess von Geben und Nehmen. Auch die Mentorin/ der Mentor kann für ihre persönliche und berufliche Entwicklung profitieren.
  • Mentoring wird im „öffentlichen Raum“ praktiziert: Programmstruktur und das Bestehen von Förderbeziehungen sind sichtbar und transparent.
  • Voraussetzungen für Mentoring sind Freiwilligkeit, gegenseitiges Wohlwollen, Respekt und Vertrauen.
  • Mentoring ist keine professionelle Beratung und kann diese auch nicht ersetzen.
Inhalte von Mentoring
    • Beraten: Die Mentorin/ Der Mentor berät die Mentee bei konkreten Fragestellungen und steht ihr bei der Lösung von Problemen und beim Treffen schwieriger Entscheidungen zur Seite.
    • Wissen vermitteln: Die Mentorin/ Der Mentor vermittelt ihr/ sein Wissen über - auch informelle - Strukturen und Spielregeln in der Wissenschaft.
    • Teilhaben lassen: Die Mentorin/ Der Mentor lässt die Mentee an den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Handlungswissen teilhaben. Sie/ Er gibt der Mentee die Gelegenheit, den beruflichen Alltag mitzuerleben und nimmt sie beispielsweise zu Sitzungen, Konferenzen oder Workshops mit.
    • Bestärken: Die Mentorin/ Der Mentor bestärkt die Mentee eigene Erfahrungen zu machen. Sie/ Er kann dabei im Vorfeld als ÜbungspartnerIn dienen, die Vorgehensweise besprechen, mögliche Konsequenzen erörtern und anschließend die gemachten Erfahrungen bilanzieren.
    • Feedback geben: MentorIn und Mentee geben sich gegenseitig konstruktive Rückmeldung über Auftritt und Wirkung nach außen. Die Mentorin/ Der Mentor verhilft der Mentee dazu, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten erkennen zu lernen und Stärken gezielt einzusetzen.
    • Netzwerken: Die Mentorin/ Der Mentor gibt der Mentee Tipps, wie Kontakte genutzt und gepflegt werden können. Sie/ Er führt die Mentee so weit möglich in Netzwerke ein und vermittelt berufliche Kontakte.

    Die Universität der Informationsgesellschaft