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MentorInnen

Eine Mentorin/ Ein Mentor kann verschiedene Rollen einnehmen, die sich aus den Inhalten von Mentoring ergeben: Sie/ Er ist BeraterIn und WissensvermittlerIn, UnterstützerIn und TüröffnerIn, Vorbild und KontakterIn. Die Mentorin/ Der Mentor ist nicht Mutter oder Lehrer, da sie/ er weder die Rolle lebenslänglich innehat, noch die Mentee eine von ihr/ ihm Abhängige ist, für die gesorgt werden muss.

Sie als MentorIn

  • sind daran interessiert, die Kompetenzen Ihrer Mentee zu stärken und zu ihrer Entwicklung beizutragen.
  • sind bereit, Ihre Berufs- und Lebenserfahrung weiter zu geben, der Mentee Einblicke in Ihre beruflichen Aufgabenfelder und Tätigkeiten zu gewähren und Ihren eigenen Arbeitsstil zu erläutern.
  • kennen die informellen Strukturen und Regeln Ihrer Institution und sind bereit, Ihr Wissen preiszugeben.
  • verfügen über ein gutes Netzwerk sowie Kontakte und können sich vorstellen, diese für die Mentee zu nutzen.
  • sind offen, auch selbst durch die Mentee Neues zu lernen und dies als einen bereichernden Aspekt der Mentoring-Partnerschaft zu erkennen,
  • haben sich evtl. bereits mit den Chancen und Barrieren weiblicher Karriereplanung auseinander gesetzt und haben Interesse, sich für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Ihrer Fakultät einzusetzen.
  • sind bereit, Zeit in die Mentoring-Partnerschaft zu investieren. Im Schnitt treffen sich Mentee und MentorIn alle sechs bis acht Wochen.
Chancen für MentorInnen

Mentoring ist ein für beide PartnerInnen gewinnbringender Prozess und auch die MentorInnen können aus ihrem Engagement einen Nutzen ziehen:

  • Weitergabe eigener Erfahrungen:
    Sie haben in der Mentee eine interessierte und dankbare Zuhörerin, wenn es um die Weitergabe der eigenen Erfahrungen und Werte geht.
  • Selbstreflexion:
    Durch die Fragen und Ansichten der Mentee werden Sie angeregt, die eigene berufliche Biographie und den eigenen Arbeitsstil zu reflektieren.
  • Anregungen:
    Durch die Beschäftigung mit der Mentee werden Sie mit neuen Ideen, Ansichten und Verhaltensweisen konfrontiert, die den eigenen Horizont erweitern. Auch die bewusste Auseinandersetzung mit bestimmten Themen kann zu neuen Erkenntnissen führen.
  • Feedback:
    Die Mentee sieht Ihr Verhalten als Außenstehende. Die Offenheit und Vertraulichkeit der Mentoring-Partnerschaft ermöglichen es Ihnen, eine offene Rückmeldung über Ihre Außenwirkung und Ihr Arbeitshandeln zu erhalten.
  • Stärkung der eigenen Kompetenzen:
    Durch das Üben von aktivem Zuhören und einfühlsamer Beratung können Sie im Mentoring-Prozess Ihre eigenen Beratungskompetenzen weiterentwickeln.
  • Kontakt:
    Durch die Mentee erhalten Sie Kontakt zu einer jüngeren Generation und Einblicke in deren Gedanken- und Erfahrungswelt. Durch die Vernetzung mit anderen MentorInnen können Sie zum einen Kontakt zu anderen Fachfrauen und -männern knüpfen und daraus Impulse für Ihre eigene berufliche Entwicklung erhalten und zum anderen können Sie sich mit den MentorInnen anderer Institute auch interdisziplinär vernetzen.
  • Einfluss auf Personalentwicklung:
    Über die Förderung der Mentee können Sie qualifizierte Nachwuchskräfte für Ihren Forschungs- und Arbeitsbereich gewinnen.
Rollen/ Aufgaben von MentorInnen
  • RatgeberIn und WissensvermittlerIn:
    Die Mentee kommt mit Fragen und Themen aus ihrer aktuellen beruflichen Situation zu Ihnen. Sie sind bereit dazu Ihre Einschätzung abzugeben, sie zu beraten sowie eigene Erfahrungen und Ihr Wissen um informelle Strukturen und Spielregeln beizusteuern.
    Geht es um fachliches Wissen, können Sie der Mentee theoretischen Input geben und gemein­sam über­legen, wie die Umsetzung in die Praxis aussehen kann. Das kann auch in Rollenspielen geübt werden. Wissen vermitteln können Sie auch, indem Sie die Mentee an Sitzungen oder Besprechungen teilnehmen lassen oder sie in aktuelle Projekte oder Arbeitsprozesse einbeziehen. Die Mentee sieht dann in direkter Anschauung, wie Sie bestimmte Dinge angehen und Sie können sich anschließend darüber austauschen.
  • UnterstützerIn:
    Sie wirken an der Entwicklung der Stärken Ihrer Mentee mit: Aus Ihrer Erfahrung heraus erkennen Sie viel­leicht nach einer Weile, welche Kompetenzen die Mentee auszeichnen. Sie machen ihr diese Stärken immer wieder bewusst und überlegen gemeinsam mit ihr, in welchen Situationen sie diese nutzen und ausbauen kann. Sie ermutigen sie zu neuen Verhaltensweisen und besprechen die Erfahrungen, die sie damit macht. Unter Umständen können Sie ihr Arbeiten, Projekte oder Aufgaben vermitteln, in denen sie diese Fähigkeiten trainieren kann.
  • ÜbungspartnerIn:
    Angeblich behalten wir zehn Prozent dessen, was wir hören, 60 Prozent dessen, was wir sehen und 90 Prozent dessen, was wir selbst tun. Aus eigener Erfahrung lernen wir am meisten. Sie bestärken Ihre Mentee daher darin, eigene Erfahrungen zu machen. Sie dienen dabei im Vorfeld als ÜbungspartnerIn. Sie nehmen die Ideen und Initiativen der Mentee ernst, besprechen mit ihr die Vorgehensweise, erörtern mögliche Konsequenzen und bilanzieren anschließend mit ihr die gemachten Erfahrungen. Dabei darf die Mentee Ihnen Fragen stellen, die “man” sonst im beruflichen Kontext nicht ohne weiteres stellt, etwa wie man sich in bestimmten Kreisen oder auf bestimmten Veranstaltungen verhalten sollte.
  • Karriere-BeraterIn:
    Ein weiterer Aspekt des Mentoring ist, die Mentee in ihren beruflichen Laufbahnen voranzubringen. Besprechen Sie mit ihr, welche Ziele sie hat und in welchen Schritten diese erreicht werden könnten. Aus Ihrer Erfahrung wissen Sie sicherlich, was die Karriere unterstützt, beziehungsweise verhindert. Sie können mit Ihrer Mentee besprechen, welche Schwierigkeiten auftreten und wie sie bewältigt werden könnten.
  • TüröffnerIn:
    Wenn möglich, vermitteln Sie ihrer Mentee Kontakte, die Sie für nützlich halten. Sie können sie in Netzwerke einführen und sich mit ihr darüber austauschen, wie sie selbst nützliche Kontakte knüpfen und pflegen kann.
  • Eigene Rolle reflektieren:
    Im Verlauf des Mentorings sollten Sie immer wieder Ihre eigene Rolle reflektieren. Damit verhindern Sie, dass Sie “zu viel” geben oder gegenüber Ihrer Mentee in eine “Retterrolle” verfallen. Sie haben nicht die Verantwortung dafür übernommen, dass es ihr gut geht und in ihrem Studium alles klappt.
    Möchte die Mentee Themen besprechen, bei denen Sie aus Ihrer Erfahrung heraus und mit Ihrem Wissen nicht weiter­helfen können, dann sagen Sie ihr dies und grenzen sich ab.
Bewerbung

Um sich als MentorIn zu engagieren, benötigen wir einen ausgefüllten Profilbogen für MentorInnen.
Bitte senden Sie diesen bis zum 31. Mai postalisch oder digital an die Projektkoordination

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